Mehr E-Books verkaufen Marketingtipps

Man liest viele Tipps, wie man seine Verkaufszahlen steigern kann, doch oft funktioniert das gar nicht. Warum ist das so?

Wie verkauft man mehr E-Books?

 

Über E-Books Vermarktung einmal scharf nachgedacht
Man liest viele Tipps, wie man seine Verkaufszahlen steigern kann, doch oft funktioniert das gar nicht. Warum ist das so?

 

1. Werbung über soziale Netzwerke
Nehmen wir das Beispiel von gerne angepriesenen sozialen Netzwerken mit deren Hilfe sich Bücher angeblich praktisch von selbst verkaufen. Man soll soziale Netzwerke nutzen, um sich von der Masse abzuheben.

Das klingt soweit gut und das wäre es auch, wenn es nicht alle so machen würden. Das Resultat, die ganze Masse hebt sich über die sozialen Netzwerke heraus und Ihr Buch ist wieder einmal darin untergegangen.

Ein weiterer Tipp lautet, Sie müssen die Leser überzeugen, warum sie ausgerechnet Ihr Buch kaufen sollen. Das versuchen ebenfalls alle und darum wird auch diese Technik keinen Erfolg bringen.

 

 

2. Wie sieht der Buchmarkt aus?
Um den Buchmarkt bildhaft darzustellen, nehmen wir mal fiktive Zahlen zur Hand.
Nehmen wir an, die Lesergruppe gibt monatlich 1000 Euro für Bücher im Buchmarkt aus.
Nehmen wir an, der Buchmarkt enthält 1000 Bücher. So fällt 1 Euro auf ein Buch.
Nun nehmen wir an, im Buchmarkt befinden sich 2000 Bücher. So fallen nur noch 0,50 Euro auf ein Buch. Je größer das Angebot im Buchmarkt, desto geringer sind die Verdienstmöglichkeiten.

 

Um es auf die Grafik umzulegen:
Je mehr Stücke im Kuchen enthalten sind, desto geringer ist der Gewinnanteil pro Stück, denn nur weil der Markt mit Büchern überschwemmt wird, werden die Leser nicht zwingend mehr Bücher kaufen als bisher. Nicht zuletzt, weil das die finanzielle Situation gar nicht zulassen würde.

3. Wie kann man aus der Masse heraus besser verkaufen?
Wie bereits erwähnt: Aus der Masse abheben ist so gut wie unmöglich, da auch die anderen Autoren bemüht sind, ihre Werke an den Leser zu bringen.
Doch es gibt eine Möglichkeit, wie man aus der Masse heraus besser verkaufen kann. Das Zauberwort lautet »Pakete«. Damit sind zusammenhängende Buchreihen gemeint.

Denn die Chance, eine Buchreihe zu verkaufen ist größer, als einzelne Bücher zu verkaufen. Egal welchen Band der Leser kauft, an der Nummerierung sieht er sofort, dass mehrere Bände dieser Reihe zur Verfügung stehen. Hat es ihm gefallen, wird er sich für weitere Bände dieser Reihe entscheiden. Nach einigen Bänden könnte das auch den Sammlertrieb wecken.  

Wer also Liebesromane schreibt, sollte sich einen Namen ausdenken, diese nummerieren und als Buchreihe anbieten. Genauso verhält es sich auch in allen anderen Genres.

Dabei sollte immer ein einheitliches Cover mit Wiedererkennungswert verwendet werden. Sozusagen eine Cover-Schablone (Template), bei der sich nur das Bild und der Titel ändert. Auf der Abbildung habe ich mir das Einfügen eines Bildes erspart. Das Hinzufügen eines Logos wäre auch vom Vorteil, weil es den Wiedererkennungswert zusätzlich steigern würde.

4. Der kuriose Buchpreis
Beim Buchpreis kann man viel falsch machen. Ein Buch für 1 Euro verkauft sich auf den ersten Blick besser, aber im Verhältnis verkauft es sich schlechter als ein Buch für 1,50 Euro. Wahrscheinlich liegt das daran, dass der Leser sich etwas gönnen will und keine minderwertige Ware möchte.

5. Sind soziale Netzwerke oder eine Webseite völlig sinnlos?
Nein, denn wenn man erst einmal Leser hat, bieten soziale Netzwerke oder die eigene Webseite einen tollen Service, diese zu behalten und eventuell neue Leser dazuzugewinnen.

 


6. Die tolle Sache mit den Stammlesern
Stammleser sind das Beste, was man sich vorstellen kann. Sie kaufen regelmäßig ihre Bücher und empfehlen diese weiter, wenn sie davon überzeugt sind. Doch gemäß nach dem Moto »freut euch, irgendwann kommt mein neues Buch raus«  ist es so gut wie unmöglich Stammleser zu gewinnen oder diese zu halten.

Besser wären Ankündigungen wie: »Jeden Monat ein neuer Band« oder noch besser: »Alle 14 Tage ein neuer Band«
Doch, welcher Autor kann sich so gut auf seine Kreativität verlassen, seinen Lesern dieses Versprechen zu geben und es letzten Endes auch zu halten?
Genau. Kein guter Autor würde sich das zutrauen.


7. Leserstamm aufbauen
Die Sache mit den Stammlesern ist sehr lukrativ und es gibt eine Möglichkeit, wie man sich einen solchen Leserstamm aufbauen kann. Die Idee ist keineswegs neu, da sie von Verlagen bereits seit Ewigkeiten angewandt wird.

Hierfür schließen sich mehrere Autoren zusammen und gründen eine Buchreihe. Zum Beispiel »Hexenjagd«. Jeder Autor veröffentlicht für sich unter dem Serientitel sein eigenes Buch, das er zur Buchreihe schreibt.

Hierfür wird eine Webseite erstellt, auf der man die Buchreihe vorstellt, anbietet und Leseproben bereitstellt. Man sollte sich mit den mitwirkenden Kollegen besprechen, welche Richtlinien eingehalten werden sollen und welchen Zeitaufwand jeder für ein Buch benötigt, um am Ende den Lesern eine wiedererkennbare Buchreihe pünktlich anbieten zu können. Natürlich müssen die Kollegen zuverlässig sein und sollten die Schreibqualität, die an die Buchreihe gestellt ist, einhalten können.

Bei diversen Shops wie http:// www.beam-ebooks.de kann man den Kunden sogar ein Abonnement für seine Buchreihe zur Verfügung stellen.

 

Was sollte bei einer Buchreihe festgelegt werden?
• In erster Linie sollte der Textumfang festgelegt werden, damit jeder Band etwa gleich lang wird. Z. B. 25.000 bis 30.000 Worte.
• Die Formatierung sollte festgelegt werden. (Blattgröße, Schriftart und Schriftgröße, Zeilenabstand und Absätze)
• Die Coverschablone sollte angelegt und von allen genutzt werden, um einen Wiedererkennungswert zu erlangen.
• Wenn es sich beispielsweise um eine Kinderbuchreihe handelt, sollten die Charaktere, Schauplätze und die besonderen Eigenschaften der Charaktere festgelegt sein.
• Die Art des Schreibstils sollte ebenfalls festgelegt werden. Ist die Buchreihe ernst, humorvoll, erotisch, romantisch oder satirisch?
• Der Preis für jeden Band sollte gleich sein.
• Ausgabetermine sollten festgelegt werden. 14-tägig oder monatlich.
Öfter als 14-tätig sollte die Buchreihe aber nicht herausgebracht werden, weil die Leser sonst nicht mehr mit dem Lesen hinterherkommen. Ist Ihre Autorengruppe sehr aktiv, sollten Sie lieber eine zweite Buchreihe gründen.


8. Werde ich als Autor durch eine Buchreihe bekannt?
Na klar. Denn die Stammleserschaft wird die Buchreihe lieben und die unterschiedlichen Schreibstile der Autoren erkennen. Einige werden sich ihre Lieblingsautoren herauspicken, auch andere Werke von ihnen kaufen und sie weiterempfehlen.

 

9. Na dann
Ich hoffe, ich konnte Sie animieren, eine oder mehrere Buchreihen ins Leben zu rufen. Natürlich wünsche ich Ihnen viel Erfolg und jede Menge Stammleserschaft.

 


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